FarmAgriPoliS – Ein agentenbasiertes Modell zur Untersuchung des Agrarstrukturwandels mittels Verhaltensexperimenten

Agrarpolitische Maßnahmen basieren in der Regel auf den Annahmen des Modells des homo oeconomicus. Erste empirische Befunde aus der Verhaltensökonomie deuten darauf hin, dass dieses Modell das reale Entscheidungsverhalten von Landwirten oft nur unzureichend beschreibt. Die experimentelle Wirtschaftsforschung kann einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis des Verhaltens von Landwirten und somit auch zu einer verbesserten Agrarpolitik leisten. In diesem Beitrag stellen wir die am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien entwickelte Software FarmAgriPoliS vor. In FarmAgriPoliS übernehmen Spielerinnen und Spieler die Rolle eines Betriebsleiters und entscheiden über die Pacht von Boden, Investitionen und Betriebsaufgabe. Anders als in einfachen ökonomischen Experimenten, wird eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen, die möglichst realitätsnah ist. Räumliche Interaktionseffekte mit konkurrierenden Betrieben sind wesentlicher Bestandteil des Spiels und werden über den Bodenmarkt umgesetzt. Vor- und Nachteile der Komplexität des Spiels im Vergleich zu anderer Experimentalsoftware und zukünftige Einsatzmöglichkeiten in der agrarökonomischen Lehre werden diskutiert.


Issue Date:
2015
Publication Type:
Conference Paper/ Presentation
PURL Identifier:
http://purl.umn.edu/209196
Total Pages:
10
Series Statement:
Schriftlicher Beitrag
A4




 Record created 2017-04-01, last modified 2017-12-04

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